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12.05.2021 um 20:00 Uhr
Weiches Begräbnis
von Fang Fang
(Übersetzung: Kahn-Ackermann, Michael)
Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
Hardcover
ISBN 978-3-455-01103-6
erschienen: 01.04.2021
Sprache: Deutsch
Abmessung: 21,7 cm x 14,7 cm x 4,5 cm
Gewicht: 665 Gramm
Umfang: 441 Seiten

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Michaela Nienhüser empfiehlt

Während der Bodenreformkampagne von Juni 1950 bis Ende 1952 wurden in China mehrere Millionen Menschen hingerichtet und ohne Sarg \\\"weich\\\" begraben. Ding Zitao verlor in dieser Zeit nicht nur ihre ganze Familie, sondern auch ihr eigenes Leben. Halbtot wird sie als junge Frau von einem Militärarzt aus einem Fluss gezogen und bekommt einen neuen Namen. Mühsam verdrängt sie bittere Erinnerungen und baut sich eine anderes Leben auf. Sie lernt zu schweigen, um ihre kleine Familie zu schützen, vergräbt die Gedanken an das Leid ganz tief in sich, im Bemühen zu vergessen. Auch das bedeutet \\\"weiches Begräbnis\\\". Doch der festgesponnene Kokon droht immer wieder zu platzen. Selbst im Alter wehrt und kämpft sie verzweifelt gegen die Erinnerung. Doch ihr Sohn, aufgewachsen im Schatten ihrer Traumata, stellt Nachforschungen zu seiner Familiengeschichte an, um seiner Mutter die Ruhe zu geben, die sie selbst nicht finden kann. Fang Fang berichtete 2020 mit ihrem Tagebuch aus Wuhan über die Ereignisse während der Quarantäne und sorgte für Furore. Auch in \\\"Weiches Begräbnis\\\", 2016 in China erschienen, ausgezeichnet und anschließend vom Markt genommen, benennt sie wieder die Schmerzpunkte der chinesischen Geschichte und die Verbrechen, die begangen worden sind. Bis heute. Ein beeindruckendes Buch, was sehr nachdenklich mich zurückgelassen hat.


über das Buch

„Fesselnd wie ein Opiumrausch." Le Monde
Wer China verstehen will, sollte diesen Roman lesen: In ihrem zuerst gefeierten, dann verfemten Roman rührt Fang Fang an die Traumata der chinesischen Seele.
Als Weiches Begräbnis 2016 in China erscheint, wird der Roman als wichtigstes chinesisches Werk der letzten Jahrzehnte gefeiert und mit dem renommierten Literaturpreis Lu Yao ausgezeichnet. Doch als bei einer Parteizusammenkunft der Roman mit dem Vokabular der Kulturrevolution als „Giftpflanze" verbrämt wird, verschwindet das Buch vom Markt. Denn Fang Fang rührt darin an ein unverarbeitetes Trauma der chinesischen Gesellschaft, die Landreform nach 1948, als Millionen Chines*innen hingerichtet und in „weichen Begräbnissen", d.h. ohne Sarg, verscharrt wurden.
In einem kleinen Dorf wird eine junge Frau halbtot aus einem Fluss gezogen, sie erinnert sich an nichts. Der Dorfarzt Dr. Wu rettet ihr das Leben, und sie beginnt ein neues: Sie wird Haushälterin des KP-Kaders vor Ort, heiratet ihren Retter Dr. Wu, und sie bekommen einen Sohn. Doch im Laufe der Jahre löst sich der schützende Kokon des Vergessens. Sie sind verdammt zu schweigen, denn das Schweigen schützt die Familie: auch dafür steht „weiches Begräbnis", die Erinnerung so tief zu begraben, dass gefährliches Wissen für immer verlorengeht. Im Schatten dieses Traumas wächst ihr Sohn auf - doch alles ändert sich, als er beginnt, die Vergangenheit zu erforschen.

über den Autor

Fang Fang ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Chinas. Sie wurde 1955 geboren und lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Wuhan. In den letzten 35 Jahren hat sie eine Vielzahl von Romanen, Novellen, Kurzgeschichten und Essays ver?ffentlicht. Stets spielten die Armen und Entrechteten in ihren Werken eine gro?e Rolle. 2016 ver?ffentlichte sie den von der Kritik gefeierten Roman Weiches Begr?bnis, f?r den sie mit dem renommierten Lu-Yao-Preis ausgezeichnet wurde.


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